McDonald’s Ehmann: Kartoffel-Tour

Trüber Morgen, aber keine trübe Stimmung! Pünktlich um 9 Uhr begrüßt Geschäftsführer David Ehmann seine Gäste, die sich für unsere Kartoffel-Tour am 20. September beworben hatten. Nach einem schnellen Frühstück mit Kennen lernen und einer kurzen Unternehmensvorstellung unsererseits, geht es dann auch schon mit Kleinbussen Richtung Garmissen zu unserem Kartoffelbauern, Helmut Bleckwenn.

Mit einem herzlichen Empfang begrüßt uns Familie Bleckwenn auf ihrem schönen Hof in Garmissen. Helmut Bleckwenn ist einer der Kartoffelbauern, der zusammen mit Sohn Moritz exklusiv und mit viel Herzblut die Kartoffeln für unsere leckeren McDonald’s Pommes anbaut. Bereits seit über 300 Jahren sind die Bleckwenns Landwirte auf ihrem Hof in der Region, Hildesheimer Börde, und bauen heute Kartoffeln sowie auch Zuckerrüben, Mais, Gerste und Weizen an. Den meisten werden die Beiden aus der letzten Qualitätskampagne von McDonald’s Deutschland bekannt sein.

Nach der Begrüßung erklärt uns Helmut Bleckwenn, was alles bei der Tour auf uns zukommt: “Wir werden heute aufs Feld fahren und bei der Kartoffelernte mit dabei sein. Dabei ist es interessant zu zeigen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen für die Kartoffeln und was wir beachten müssen, wenn wir sie aus der Erde rausholen. Dabei kommt unser neuer Roder zum Einsatz, der schon allein ein absolutes Highlight ist. Außerdem werden die Gäste sehen, wie die Kartoffeln verladen werden und wir fahren zur Kartoffel-Lagerhalle.”

 Ab aufs Feld

Angekommen am Kartoffelfeld, mitten in der schönen Hildesheimer Börde, geht’s auch gleich los. Helmut Bleckwenn erklärt uns vorab, was wichtig beim Einpflanzen der Kartoffeln ist. “Ab März werden die Saaten eingesetzt. Die Böden bieten hier beste Bedingungen, da sie sehr fruchtbar sind und sich durch gute Schwarzerde-Lössböden kennzeichnen. Die Kartoffeln wachsen dann bis zu 6 Monate lang. Wichtig ist das Anfräsen der Erde, damit die Kartoffeln nicht zu früh rauskommen. Somit wird gewährleistet, dass sie die richtige Größe bekommen und somit später zu Pommes verarbeitet werden können.”

Beeindruckend ist auch die neue Rode-Maschine, die an diesem Tag gerade mal ein paar Tage im Einsatz gewesen ist und von Moritz Bleckwenn gesteuert wurde. Mit einem 490 PS starkem Motor und mit neuester Technik versehen, gleitet er auf dem Feld hoch und runter. Man mag es kaum glauben, aber der Huf eines Pferdes hat damals mehr Druck aufs Feld erzeugt als diese super Hightech-Maschine! Erntestart war der 15. September. Ab diesem Tag bedeutet das für die Landwirte von morgens bis abends in zwei Schichten ernten. Die Herausforderung dabei: Geerntet werden kann nur in einem kurzen Zeitraum. Bis zum 20.Oktober müssen alle Kartoffeln in der Lagerhalle liegen, da sie absolut keinen Regen und keinen Frost vertragen. Bis dahin werden circa 44 000 Tonnen Kartoffeln in der Lagerhalle in Schellerten von Golden Geest gelagert werden. Der Großteil geht zu McDonald’s.

Aber wie muss die perfekte McDonald’s-Kartoffel denn jetzt eigentlich sein? Das interessiert natürlich alle brennend. “Groß, schlank und weißfleischig”, schmunzelt Helmut Bleckwenn. Also quasi das Supermodel unter den Kartoffeln.

Für McDonald’s kommen nämlich nur spezielle Sorten in Frage. Wir begutachten auf dem Feld die Sorte “Innovater”, die genau den Anforderungen entspricht und siehe da: Sie ist perfekt! Diese Sorte Kartoffel ist vorwiegend mehlig kochend zeichnet sich durch flache Augen, ein helles, stärkehaltiges Fleisch, wenig Zucker sowie die längliche Form aus. Nicht ganz unwichtig ist auch der Geruch, der eine leicht dezente erdige Note haben sollte. Weitere Sorten, die verwendet werden sind Russet Burbank und Zorba.

 Überall nur Kartoffeln

Nicht schlecht gestaunt haben wir alle, als wir in die 240 Meter lange und 30 Meter breite Kartoffelhalle kamen. Dort werden bis zum Ende der Ernte in zwei Hallen bis zu 44 000 Tonnen Kartoffeln bis zu 5 Meter hoch angehäuft. “Man kann es sich kaum vorstellen, aber wenn man davor steht, ist es unglaublich beeindruckend”, so einer unserer Teilnehmer. Die Halle verfügt über ein spezielles Belüftungssystem. Damit werden die Kartoffeln bei einer konstanten Temperatur von 8 Grad kühl gehalten. Auch in der Halle müssen die Kartoffeln wie “rohe Eier” behandelt werden, da sie ansonsten Druckstellen bekommen. Präzision ist ebenso bei der Aufschichtung gefragt. Per Ultraschall-Sensoren wird genauestens geprüft, wann die 5 Meter erreicht sind. Bei einer ungenauen Aufschichtung würde sich irgendwann Kondenswasser bilden und die Kartoffeln wären hinüber. Die Kartoffeln gelangen zum einen über ein Förderband von außen in die Halle und zusätzlich fahren die Landwirte ihre Ernte direkt hinein, laden ihre  Kartoffeln ab und diese werden ebenfalls über ein Förderband aufgeschichtet.

 Pommes-Check im Restaurant Großburgwedel

Nach einem spannenden Vormittag und jeder Menge Eindrücke sowie Informationen über die Rohware “Kartoffel”, geht es mit großem Hunger zurück nach Großburgwedel in unser McDonald’s Restaurant. Jetzt gibt es, wie nicht anders zu erwarten, McMenü’s mit leckeren Pommes – und die schmecken in der Tat nun noch besser als sonst. McDonald’s Franchise-Nehmer David Ehmann erklärt es so: “McDonald’s setzt von Beginn an stark auf seine enge Partnerschaft mit der hiesigen Land -und Lebensmittelwirtschaft. Lokale Relevanz ist mittlerweile wieder ein Thema, das in den Köpfen der Menschen präsent ist und wir haben hier in der Region das Glück, beste Bedingungen zum Anbau unserer Kartoffeln zu haben. Genau das möchten wir unseren Gästen nahe bringen und zeigen, dass die Kartoffeln aus denen unsere Pommes gemacht werden und die sie hier bei uns im Restaurant bekommen, direkt in ihrer Nähe angebaut und geerntet werden.”

Kittel an und Schiffchen auf: Nach der Stärkung gibt es noch den Blick hinter die Kulissen unseres McDonald’s Restaurants. Unsere Restaurant-Managerin Stefanie Melzer führt unsere Gäste dorthin, wo sonst nur unsere Mitarbeiter Zutritt haben und erklärt, wie komplex solch ein Restaurant ist. Erst geht es hinten ins Trockenlager. Dort werden unter anderem Verpackungen, Becher und Saucen gelagert. Richtig kalt wird es dann in der Tiefkühlung, wo unsere Rohwaren gekühlt werden. Danach geht es in die Küche. Stefanie Melzer erklärt die verschiedenen Stationen und Anforderungen, darunter natürlich auch unsere Pommes-Station. Unsere Teilnehmer sind sich einig: “Wir wurden definitiv bei der Tour überrascht. Es ist sehr interessant zu sehen wie der Weg vom Acker bis aufs Tablett ist. Damit rechnet man nicht, dass das alles direkt vor der Tür passiert. Es war ein sehr spannender Tag und wir können solch eine Tour nur weiterempfehlen.”

Und hier könnt ihr euch unseren Film dazu anschauen: www.youtube.com